Hauptdarstellerinund Hauptdarstellerfür ein Kurzfilmprojekt von Studenten der UniversitätWiengesucht.
Für den Kurzfilm mit dem Arbeitstitel Maximilian Glücklich
suchen wir eine weibliche Darstellerin im Alter von ungefähr 18-22 Jahren, sowie einen männlichen Darsteller im gleichen Alter.
Bei dem Film handelt es sich um eine
No-Budget-Produktion, wir können also keine Gage zahlen.Erfahrungen im Bereich Schauspiel sind erwünscht, allerdings nicht notwendig. Gedreht wird in Wien.
Mit Entsetzen habe ich während meinem österlichen Heimaturlaub festgestellt, dass ich schon seit Januar keine Informationen mehr
auf meinen Blog gestellt habe. Deshalb kommt nun die Kurzfassung, was in den letzen (fast drei) Monaten passiert ist:
Anfang Februar und Anfang März habe ich meine letzen Prüfungen für das erste Semester bestritten. Die Noten sind auch mittlerweile
aufgetaucht. Eine mündliche Prüfung steht noch aus (für meine Horrorfilm Vorlesung), die hole ich allerdings in den nächsten Wochen nach. Dafür muss auch noch ein Buch gelesen werden, daran
scheitert es auch derzeit. Seit dem ersten Februar habe ich einen neuen Mitbewohner und auch einen neuen Job. Nach tollen Verkaufsgesprächen um Menschen LG Monitore aufzuquatschen habe ich nun
meinen Platz in einem Marktforschungsinstitut gefunden. Der Sitz ist in Graz, ich verdiene gut und muss auch niemanden anrufen. Die Interviews sind von Angesicht zu Angesicht, bis jetzt
Kundenzufriedenheitsstudien für Supermärkte. Ich hatte eine Menge Stress mit dem Wiener Magistrat, hatte Besuch auch Berlin, war im Heeresgeschichtlichen Museum, habe Ben Beckers Bibel-Lesung in
Leipzig beigewohnt und war in der neuen Rembrandt Ausstellung. Mitte März gab es dann noch mal eine neue Mitbewohnerin und fast vergessen: das neue Semester hat ja am 1. März begonnen!
Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass die Vergleichende Literaturwissenschaft doch nicht das richtige ist, ganz egal, dass das Institut gleich um die Ecke liegt. Ich versuche es nächstes
Semester allerdings noch mal mit dem Doppelstudium, diesmal Kunstgeschichte und Kultur- und Sozialanthropologie. Ich werde schon noch das richtige finden. Zehn Lehrveranstaltungen die Woche habe
ich allerdings schon dieses Semester. Natürlich war ich auch viel im Kino und im Theater. Erwähnenswert ist an dieser Stelle die „Drei Schwestern“ Inszenierung am Volkstheater Wien, welche mich
zum Gehen in der Pause veranlasste und die Inszenierung von „Die Brüder Karamasow“ am Akademietheater, welche mich negativ wie auch positiv emotional berührte. Nach vielen Feierlichkeiten und
Ausgängen muss aber nun das Studium wieder an erste Stelle rücken, es stehen noch Referate an. Deswegen werde ich mich jetzt wieder mit meinen Bücher über Buster Keaton und denen über
Anthropophagie beschäftigen. Nachträglich frohe Ostern!
300 Meter von meiner Haustür bis zum Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft. Ich muss
nicht einmal um eine Ecke laufen. Das Komplizierteste an diesem Weg ist höchstens der Straßenwechsel. Warum ist das von Interesse für? Seit heute bin ich Doppelstudent. Der Umfang meines
Diplomstudiums Theater-, Film- und Medienwissenschaft raubt mir nicht meine gesamte Zeit. Und da man in Österreich ohne Probleme und ohne enorm größeren Aufwand ein Doppelstudium betreiben kann,
beschäftigte ich mich lange und ausführlich mit der Wahl eines zweiten Fachgebietes. Über einen langen Zeitraum stand die Klassische Archäologie auf Platz eins. Ja: ich habe echt darüber
nachgedacht, Archäologie zu studieren. Meine Gedanken befassten sich ebenso mit Kunstgeschichte und Judaistik. Die Vergleichende Literaturwissenschaft machte allerdings gestern Abend das Rennen.
Die Kombination erscheint mir am sinnvollsten. Und so machte ich mich heute auf zur Uni, um mich für mein neues Fach zu immatrikulieren. Nachdem ich eine Stunde in der Schlange am Student Point
stand und mir dort gesagt wurde, dass ich gar kein Formular brauche, sondern einfach gleich zur Zulassungsstelle gehen kann, bewegte ich mich zu eben dieser am anderen Ende des Ganges. Es ist
16.07 Uhr, die Stelle hat nur bis 17 Uhr geöffnet, mein Besuch muss zur Taborstraße. Also zog ich eine Nummer (551) und verschwand, in der Hoffnung rechtzeitig wieder da zu sein. Als ich wieder
kurz vor der Uni bin, fällt mir ein, dass mein Besuch meine Zeugniskopie, die ich angeblich brauche, noch in seiner Tasche hat. Also wieder zurück und erneut zur Uni. Ich renne die letzten Meter
und komme Punkt 17.10 Uhr vor der Tür an, die Nummeranzeige zeigt 569. Fuck. Ich schmuggele mich vor einem anderen Studenten hinein und frage die wohl unfreundlichste Frau des Universums, ob ich
trotzdem noch schnell rein darf, ich hätte meine Nummer verpasst. Nachdem sie fünf Minuten rummeckert und schreit und den Frust eines ganzen Tages an mir auslässt, darf ich mich setzen. Die
Zeugniskopie wurde nicht gebraucht. Wäre ja auch zu schön gewesen. Immerhin konnte ich gleich meinen Sommersemesterbeitrag bezahlen. Nun bin ich offizieller Doppelstudent im zweiten Semester. Das
Sahnehäubchen der Vergleichenden Literaturwissenschaft ist aber wie schon gesagt die Lage. Als ob ich mit meinen Wegen zu allen wichtigen Gebäuden nicht schon genug bevorzugt wäre: zur Hauptuni
und zum Campus jeweils 1100 m und bis zum Neuen Institutsgebäude 1000 m. Immerhin habe ich ja noch den weiten Weg von 1,6 km zu Fuß zum Institut für Theater, Film und Medien, mit den Öffis
geschlagene 3,1 km. Ach Mensch, ich habe es ja so schwer als Student. Immerhin muss ich nun 10 statt 5 Vorlesungen die Woche besuchen und so lange Wege auf mich nehmen.
Die Van Gogh Ausstellung in der Albertina Wien öffnet ihre Türen nur noch bis zum 8. Dezember. Grund genug
sie noch schnell zu besichtigen. Man kann nur von Glück reden, dass in den 7,50 € Eintritt, noch zwei andere Ausstellungen mit inbegriffen waren, denn die von Herrn Van Gogh, war das Geld nicht
wert. Bilder waren genug vorhanden, allem voran gefühlte 500 Skizzen von ein und demselben Getreidefeld. Aber wo waren die Bilder, die man sehen wollte, besser ich? Die Sonnenblumen, Nachtcafé,
die Zypressen? Da hatte die Albertina wohl nicht genug Geld. Na ja, da hab ich mich ja in Wien schon dran gewöhnt: in den Museen darf man nie das Erwarten, was dran steht. Die anschließende
Ausstellung österreichischer Gegenwartskunst ab 1970 und eine Miniatur Ausstellung großer Meister, konnten sich allerdings sehen lassen und waren jeden Cent wert. Endlich habe ich mal einen
echten Magritte gesehen, außerhalb eines Bildbandes. Highlightdes Tages: die Van Gogh Actionfigur. Diese wird mit zwei Köpfen geliefert, die man beliebig tauschen kann. Ein normaler Kopf und einer mit nur einem
Ohr. Als Kampfutensilien hat er einen Pinsel und eine Staffelei bei sich. Die Van Gogh Actionfigur kann man zum Beispiel gegen die Shakespeare Actionfigur kämpfen lassen, welche einen Federkiel
und eine Papierrolle bei sich trägt. Wer da wohl gewinnt?
An diesem Sonntag machten wir uns auf, die Brettspielemesse in Wien zu besuchen. Merkwürdig: Warum waren wir die einzigen unseres
Alters? Warum waren da nur kleine Kinder mit ihren Eltern? Der anfangs noch als hoch empfundene Eintritt von 7 Euro sollte sich bald als gute Investition rausstellen. Wir gewannen Cornflakes und
ein Memory-Spiel, noch mehr Cornflakes und hatten auch so eine Menge Spaß. Auf Grund von hoffnungsloser Überfüllung kamen wir allerdings nur in den Genuss zweier Spiele: „Wer ist es?“ und „Das
Spiel des Lebens – Generation Now“. Gerade zuletzt genanntes machte enorm viel Spaß. Merke: mit der Tänzer-Karriere kann man einfach nicht viel Kohle kassieren. Abgerundet wurde dieser Nachmittag
zu guter Letzt durch Rochus’ verschwinden. An dieser Stelle sollte man erklären, dass er eigentlich noch in unserer Sichtweite stand, wir uns aber schnell aus dem Staub machten, um ihn im
kompletten Vienna International Centre ausrufen zu lassen.
Ich erhielt heute Post von der Universität Leipzig. Ich solle doch bitte bis Ende November meinen
Semesterbeitrag überweisen, man sehe sich sonst gezwungen, mich zu exmatrikulieren. Exmatrikulieren? Ich dachte das wäre längst geschehen. Ende September bekam ich das erste Mal Post. Deren
Inhalt: wenn ich bis Anfang Oktober nicht überweise, werde ich geext. Ich dachte mir: na gut, das ist nicht mehr lange. Dann macht mal und entschied mich dann eh einen Tag später für Wien. Ich
bin also derzeit an zwei Unis immatrikuliert. Im gleichen Studiengang, nur in unterschiedlichen Städten. Das gilt es auszunutzen und damit anzugeben, bis ich Ende November (zum zweiten Mal)
exmatrikuliert werde.
Am Nachmittag: Vier meiner Kommilitonen und ich bildeten heute in meiner Küche das Pentagramm der
Intelligenz. Wir trafen uns in einer Lerngruppe, denn am Donnerstag steht unsere erste und wichtige Prüfung an. Inhalt: achtzehn verschiedene Texte im Gesamtausmaß von über 100 Seiten, zu den
Themengebieten Szenische Vorgänge, Filmgeschichte, Schauspieltheorien im 20. Jahrhundert, Populärkultur und die Medien & die Künste. Und das nach fünf Wochen Studium. Nun hieß es büffeln, die
Texte aufbereiten (oder überhaupt erstmal lesen) und am besten alles auswendig lernen. Letztes Jahr hatte die Prüfung eine Durchfallquote von 60%. Ein nicht bestehen meinerseits könnte bei
nochmaligem Versagen dazu führen, dass ich das erste Semester wiederholen muss. Sollte ich vielleicht doch noch schnell meine Gebühren nach Leipzig überweisen?
An diesem Wochenende gab es sogar doppelten Grund die Heimat zu besuchen: die
Wiederaufnahmepremiere von Fritz Katers TANZEN! und meinen Geburtstag. Beides lies sich auch wunderbar vereinen. Während ich von Donnerstag bis Samstagfrüh mit Proben beschäftigt wurde, blieb
trotzdem noch Zeit die für den Abend geplante Feier zu organisieren. Die Wiederaufnahme an sich verlief gut und die Feier hätte auch nicht besser sein können. Papa spendierte die Getränke, Snacks
brachte jeder mit, wie er wollte. Im schönen Ambiente des Kronenkinos Zittaus rückte Mitternacht nun immer näher. Nach dem dreifachen Anhören der neuen Radiohead CD wurde ein Partygast
ausgesandt, um neue Musik zu organisieren. Problem: ich hatte aus Wien meine besten CDs mitgebracht, dieser aber im Auto vergessen, welches sich gerade auf dem Weg nach Ostritz befand. Auch ein
neuer Korkenzieher musste aufgetrieben werden. Fazit: auch wenn ich mich über das Wiedersehen sehr gefreut habe ist es für mich noch lange keine Grund, meine roten Lackschuhe an den Hacken
zusammen zu knallen und zu rufen „Nirgends ist es schöner als Daheim“. Natürlich: die in Zittau und Umgebung gebliebenen fehlen mir sehr, aber aus den neuen Bekannten im brühwarmen Zuhause Wien
kann auch noch was werden. Mit dem gleichen Elan, mit dem ich mich jetzt über vorhandene Gesichter in Zittau und Geschenke freue, strahle ich schon der Mini-Geburtstagsfeier im Irish Pub Wien
entgegen.
Merke: durch Zufall entdeckte
Aktivitäten sind fast immer die Schönsten. Denn so fand eine Kommilitonin den Aufruf zum zweitenWiener Zombie-Flashmob. Nach professionellem Schminken
und einer Einführung in das Benehmen und die Gestik von Zombies, ging es mit ungefähr 30 Gleichgesinnten auf die Pirsch. Die Bilder sprechen für sich. An diesem Samstagnachmittag zogen die
Untoten über Wiens Hauptstraßen, hindurch zwischen einer Vielzahl von Touristen. Ziel: Gehirne aussaugen. Während einige Urlauber wie erwartet schreienddie Flucht ergriffen, wurden ich und die anderen Zombies auf unzähligen internationalen Fotos verewigt. Das Interesse der Kameras und Fotohandys war groß. Tagesverdienst:
eine junge Dame gab mir netterweise ihr Eis, nachdem ich blutverschmiert grunzend auf sie zugehumpelt kam. Ein
liebenswürdiger Engländer gab mir auf dem Stephansplatz applaudierend sechs Euro in Kleingeld. Es hat sich
gelohnt. Von dem Geld schmiss ich später für mich und weitere Zombie-Kollegen eine kleine Runde Getränke im McDonalds. Die gut organisierte und friedlich abgelaufene, umgekehrte Zivilschutzübung
(Untote könnten jeder Zeit die Erde angreifen)brachte vollen Erfolg und unglaublichen Spaß. Eigentlich hätte ich
gerne dabei zugesehen, anstatt an vorderster Front mitzumarschieren. Denn was für ein Bild: Zombies die gegen Zäune laufen, versuchen eine Rolltreppe herauf zugehen, über ihre eigenen Füße
stolpern, schreiendüber die Kärntnerstraße schlendern und das garniert mit Menschen, die einen Moment lang (oder
noch immer) einfach nicht wussten, was hier gerade passiert.
Die Links zu allen zusammen gesammelten Fotos gibt’s auf:
Froh war ich, als ich heute Nachmittag durch einen Anruf aus meinem studentischen Sonntagnachmittags-Trott geschubst wurde. Ein
kleiner Ausflug stand an. Ursprünglich wollten wir uns heute in den Zoo begeben. Dies viel aber aus zwei Gründen aus: erstens hat der Zoo nur bis 17.30 Uhr geöffnet und zweitens möchten ich
diesen erst besuchen, wenn ich das neue Kameraobjektiv in meinem Besitz habe. Was nützt es Tierchen anzugucken, wenn man sie nicht ordentlich auf einem Foto festhalten kann? So trafen wir uns
gegen 15.00 Uhr am Schwedenplatz und pilgerten mit Eis an den Donaukanal. Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen hätte man keinen schöneren Platz finden können. Zu dieser Zeit wurde auch die
Idee eines Flaschenpost-Wettkampfes geboren. Nachtrag: von diesem werde ich zu gegebenem Anlass berichten. Tipp des Tages: das Wiener Café „Hawelka“ in der Nähe des Graben. Wenn man in einer
Stadt mit Kaffeekultur wohnt, muss man dieser auch mal gewogen nachgehen. Frage des Tages: warum gibt es Österreich keine vernünftigen Döner?
Neueste Kommentare